Du hast die Vision ein eigenes Hotel zu bauen, zu kaufen oder zu übernehmen? Sehr gut! Eigene Visionen, gute Ideen und handfeste Ziele sind der Mutterboden für Erfolg. Aber das ist noch lange nicht alles. Die Idee der Selbstständigkeit erfordert weitaus mehr. Du bist dir darüber bewusst und bereit diesen steinigen und doch sehr spannenden Weg anzutreten? Noch besser! Der Business Plan ist so etwas wie die Startrampe für deinen Erfolg. Er ist nicht nur für deine Geldgeber, sondern insbesondere für dich entscheidend. Denn er bietet dir die Chance, dich nochmal intensiv mit deiner Geschäftsidee auseinander zu setzen, zu recherchieren und zu konkretisieren. Du wirst feststellen, dass der Schreibprozess dir helfen wird, deine Idee weiter auszubauen verschiedene Perspektiven zu beleuchten. Dabei solltest du nicht davor zurück scheuen deine Pläne und Vorstellungen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls an geeigneter Stelle zu überdenken und zu verändern.

Gliederung:

Bevor du anfängst – von der Vision bis zum Business Plan

Du hast deine Vision vor Augen und konkrete Pläne diese umzusetzen? Nun brauchst du Geldgeber und musst diese mit Hilfe deines Business Plan von deiner Idee überzeugen? Jetzt musst du konkret werden. Verschriftliche oder visualisiere deine Vision und gestalte einen detaillierten Plan.

Da deine Idee (hoffentlich) einzigartig ist, kannst du die Such nach „der perfekte Vorlage“ für deinen Business Plan direkt aufgeben. So schön es auch wäre; die Zeit danach zu suchen investierst du besser in unseren Blogbeitrag. Denn wir bieten dir einen Leitfaden, mit dem du garantiert einen Business Plan schreiben wirst, der deine Bank und Investoren überzeugt.

Die initialen Fragen die du dir beantworten solltest, bevor du startest sind folgende:

  1. Warum hebt sich mein Hotelkonzept von anderen ab?
  2. Wie überzeuge ich meine Zielgruppe davon mein Hotel zu buchen?
  3. Warum bin ich der Richtige, um diese Vision zu realisieren?

Auf diese Fragen musst du wie aus der Pistole geschossen antworten können. Denn nun solltest du dir überlegen, wie du dein Projekt finanzieren möchtest. Egal, wie du an dein Geld kommst, du solltest in jedem Fall einen Business Plan schreiben. Wenn du ihn für eine bestimmte Bank schreibst, dann erkundige dich dort zuerst nach konkreten Vorgaben. Die Volksbank und die KFW arbeiten beispielsweise mit der Gründer Plattform zusammen. Das Gründer Portal ist eine Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der KFW. Es ist eine extrem gut Hilfe, wenn du einen Business Plan schreiben möchtest. Dort sind alle wichtigen Punkte aufgelistet. Zudem sind dort Vorlagen für Kalkulationen und Musterbeispiele für viele verschiedene Branchen. Hier geht´s zum Beispiel Business Plan für die Hotellerie.

Schreibst du den Business Plan nur für dich, dann kommt es in erster Linie auf den Inhalt an. Der Weg ist das Ziel; das heißt, dass es hierbei weniger auf das Endprodukt als auf den Schreibprozess an sich ankommt.

Je nach dem wer deine Investoren sind, überlege dir gut worauf diese Wert legen und womit du sie am ehesten überzeugen kannst. Werde kreativ und steche heraus, indem du es anders und besser machst als andere.

Das Business Modell Canvas

Das Business Modell Canvas ist eine Möglichkeit, Geschäftsideen zu entwickeln und zu visualisieren. Der Grundgedanke ist, das gesamte Konzept anhand fester Faktoren auf einem Blatt abzubilden. In diesem Video wird alles sehr gut erklärt!

Die untenstehende Grafik kannst du dir hier als PDF herunterladen, um sie für dein Business Modell zu nutzen. Es ist eine sehr gute Möglichkeit, um deine Geschäftsidee zu ordnen und dir klar vorzustellen. Dieses Modell ist die perfekte Vorbereitung für deinen Business Plan und stellt später eine guten Einstieg in deine Ausarbeitung dar. Auch für eventuelle Präsentationen ist dieses Instrument sehr hilfreich, um die Kerninhalte deiner Geschäftsidee auf den Punkt zu bringen. Investoren haben hier die Möglichkeit, dein Hotelkonzept möglichst schnell zu überblicken.

Business Modell Canvas

Der perfekte Aufbau deines Business Plans

Je nachdem für wen du deinen Business Plan schreibst, können die Anforderungen variieren. Selbst wenn du dein Business ohne Fremdkapital aufbauen willst, brauchst du einen Plan indem du deine Idee skizzierst, die Gründung planst, den Markt analysierst und eine Kalkulation aufführst. Hier haben wir einen Vorschlag für eine Gliederung mit den Kerninhalten, die jeder Business Plan enthalten sollte. Das ist nur ein Beispiel und kann als Leitfaden verwendet werden, den du an dein Geschäfts Modell anpasst.

  1. Einleitung
  2. Geschäftsidee
    1. Hotelkonzept
    2. Unique Selling Points (USP´s)
    3. Chancen & Risiken
    4. Vision & Philosophie
  3. Geschäftsfeld
    1. Zielgruppe
    2. Nutzen für die Zielgruppe
    3. Markt & Wettbewerb
    4. Marketing
    5. Vertrieb & Kommunikation
  4. Team & Partner
    1. Gründer*innen & Team
    2. Werte
    3. Schlüsselpartner
  5. Unternehmen
    1. Rechtsform & Vorschriften
    2. Gebäude
    3. Investitionen
  6.  Finanzen
    1. Ertragsquellen
    2. Kosten
    3. Kapitalbedarf & Finanzierung
    4. Rentabilität
    5. Liquidität
  7. Anhang

Schaue dich in unserem Lexikon nach konkreten Themenbereichen um, die für Hotels wichtig sind und die du in deinem Business Plan berücksichtige solltest.

So überzeugst du deine Investoren mit deinem Business Plan

In erster Linie kommt es darauf an, dass deine Idee überzeugt. Eine Idee überzeugt immer dann, wenn sie neu und einzigartig ist. Entscheidend ist auch, dass sie spannend und nachvollziehbar erklärt wird und dabei erfolgversprechend klingt. Voraussetzung dafür ist, dass du von deinem Hotelkonzept selbst überzeugt bist, für deine Idee brennst und das auch rüberbringen kannst.
Darüber hinaus müssen Investoren das Potenzial sehen, dass dein Hotel langfristig erfolgreich und rentabel ist. Dafür darfst du den Aspekt „Finanzen“ nicht unterschätzen. Insbesondere dann, wenn du Fremdkapital von der Bank benötigst, muss dieser Teil des Business Plans wasserdicht sein.

Es ist hilfreich, wenn du dich in die Perspektive deiner Investoren hineinversetzt. Frage dich worauf sie Wert legen und welchen Background sie haben. Dafür ist es entscheidend, dass du bei Investoren aus einer anderen Branche alle notwendigen Fachbegriffe erläuterst. Die Investoren müssen dir folgen können und das geht nur, wenn dein Business Plan verständlich ist und nicht zu viel Hintergrund Wissen voraussetzt. Das Gegenteil könnte der Fall sein, bei Investoren, die aus der Branche kommen und Verständnis für die Materie aufbringen. Hier musst du tiefer graben und insbesondere auf die Schwerpunkte der Personen eingehen, die du überzeugen willst.

Versuche folgende Punkte herausstechen zu lassen:

  1. Know How – Stelle heraus, dass du das nötige Know How mit bringst. Niemand ist allwissend – gehe daher darauf ein, wo die entscheidendes Know How fehlt und wie du an dieses Fachwissen heran kommst.
  2. Leidenschaft – Du musst für deine Idee brennen! Hebe hervor, warum du der Richtige bist diese Idee umzusetzen und warum du es besser kannst als andere es könnten.
  3. Reflektion – Mache deutlich, dass du dir der Risiken und Schwächen bewusst bist. Verschweige diese nicht sondern spreche sie konkret in deiner Ausarbeitung an. Hierbei kommt es auf den Umgang mit Schwachstellen an. Investoren wissen, dass keine Idee perfekt ist. Sie wollen sehen, dass du dir dessen bewusst bist und im Fall der Fälle die richtigen Strippen ziehst. Stelle daher Probleme heraus und halte Lösungen parat!

Vermeide diesen Fehler!

Ein Fehler den besonders viele machen ist, dass sie selbst denken zu wissen was Ihre Kunden, bzw. in deinem Fall deine Gäste wollen und brauchen. Vermeide diesen Fehler unbedingt indem du deine Kunden befragst! Die meisten Investoren kennen diesen Fehler und haben bereits Erfahrungen mit Gründern gemacht, die Ihre Zielgruppen völlig falsch eingeschätzt haben. Mach es daher besser und suche dir verlässliche Quellen die dir dabei helfen, deine Zielgruppe besser zu verstehen. Schaue dir den Markt ganz genau an. Im besten Fall machst du Umfragen und führst persönliche Gespräche mit Personen deiner Zielgruppe. Das wird nicht nur deine Investoren überzeugen, sondern auch dir helfen.

Tipp: Versuche zu hinterfragen was deine Zielgruppen für „Probleme“ hat, die du lösen könntest. Schaue dir dafür beispielsweise Bewertungen von Gästen deiner Wettbewerber an.